Achatweg im Schuttertal – ein abwechslungsreicher Hundespaziergang im Schwarzwald

Sitzbank am Hohen Geisberg bei Schweighausen mit Blick in den Schwarzwald während eines Hundespaziergangs

Inhaltsverzeichnis

Warum wir diese Runde gewählt haben

Auch wenn unsere Hausrunden genügend Abwechslung bieten und wir dafür bequemerweise nur vor die Tür müssen, sollte es heute mal etwas anderes sein.

Viel Sonne ohne Wolken sagte die Wetter-App, und dazu wollten wir Aussicht.
Trotzdem wollten wir keinen allzu langen Fahrtweg in Kauf nehmen. Die Runde durfte also etwas länger sein, aber noch kein Marathon 😉
Mavi war zu diesem Zeitpunkt acht Monate alt, etwas längere Strecken waren inzwischen also gut machbar.

Für die heutige Gassi-Runde war uns deshalb wichtig: maximal 30 Minuten Fahrtweg, Aussicht und viel Sonnenlicht, das es schafft, sich durch die Bäume zu kämpfen.

→ Mehr Spaziergänge und Erlebnisse mit Hund im Schwarzwald haben wir hier gesammelt.

Der Achatweg: Lage, Wege und Besonderheiten

Der Hohe Geisberg sah nicht immer so aus wie heute. Früher prägten offene Weideflächen die Landschaft, bevor sich der Wald immer weiter ausbreitete.

Von hier aus hat man beeindruckende Ausblicke über den Nordschwarzwald, den Kaiserstuhl und bei guter Sicht bis zu den französischen Vogesen.

Spannend ist auch die geologische Geschichte des Gebiets. Vor rund 250 Millionen Jahren entstand hier vulkanisches Porphyrgestein, in dem sich die besonderen Geisberg-Achate bildeten. Im 18. Jahrhundert wurden Schweighausener Achate sogar zu Gastgeschenken verarbeitet, die am Karlsruher Hof an Diplomaten und andere Besucher überreicht wurden.

Heute braucht man schon einiges an Glück, um selbst einen Achat zu finden. Das tut der aufkommenden Goldgräberstimmung bei Jung und Alt aber keinen Abbruch.

Unser Moment

Einmal kurz durchatmen beim Blick in Richtung Kaiserstuhl – und dann dieses federnde Gefühl unter den Füßen, das uns auf dem ultrasoften Waldboden fast die gesamte Runde begleitet. Schön!

Der Spaziergang auf einen Blick

  • Dauer: mindestens 60 Minuten für 2,9 Kilometer, je nachdem, wie begeistert ihr nebenbei nach Achaten Ausschau haltet
  • Strecke: Rundweg durch den Wald mit einigen leichten Steigungen und anschließendem Abstieg
  • Untergrund: sehr weicher Waldweg, stellenweise Wiese und teilweise Schotter
  • Höhenprofil: rund 115 Höhenmeter, ohne technisch schwierige Abschnitte
  • Umgebung: Im Wald ist es ruhig; Motorrad- und Autogeräusche hört man vor allem in der Nähe des Parkplatzes
  • Leinenpflicht: In den entsprechend ausgeschilderten Abschnitten des Naturschutzgebiets bleibt der Hund an der Leine

Die Gassi-Runde aus Hundesicht

Der Achatweg bietet deutlich mehr Abwechslung als unsere erste Gassi-Runde am Sägersweiher, ohne gleich zu viele Kilometer dabei zurücklegen zu müssen. Für Mavi gab es unterwegs immer wieder Neues zu entdecken:

  • viele unterschiedliche Gerüche entlang von Waldwegen, Felsen und Lichtungen
  • abwechslungsreiche Untergründe mit Wurzeln, Waldboden und Schotterwegen
  • ausreichend ruhige Abschnitte, damit der Spaziergang entspannt bleibt

Da Teile des Weges durch das Naturschutzgebiet Hoher Geisberg führen, bleibt der Hund in den entsprechend ausgeschilderten Abschnitten an der Leine. Außerdem sollten die Wege nicht verlassen und Tiere nicht gestört werden. Die Schutzverordnung untersagt unter anderem das Entnehmen von Bodenbestandteilen sowie vermeidbare Störungen der Tierwelt.
Quelle: Schutzverordnung Hoher Geisberg (Schutzverordnung Hoher Geisberg als PDF öffnen ↗)

Mit einer Schleppleine bekommt Mavi trotzdem ausreichend Bewegungsfreiheit. Für uns Zweibeiner hatten wir an diesem Tag außerdem unsere kleine Picknicktasche (Affiliate-Link) dabei. Sie war auf dem Rückweg trotz aufgegessener Snacks schwerer als zuvor, weil Mia unterwegs ziemlich viele vermeintlich wertvolle Steine gesammelt hatte.

Gut für Mensch & Hund

Der Weg verläuft überwiegend durch den Wald und bietet an heißen Tagen viele schattige Abschnitte.

Mehrere Sitzbänke und die Informationstafeln entlang des Achatwegs laden dazu ein, den Spaziergang bewusst etwas langsamer anzugehen und mehr über die besondere Landschaft und ihre geologische Geschichte zu erfahren.

Daran haben Erwachsene und Kinder gleichermaßen Spaß. Sobald es weitergeht, richten die Kinder ihre Augen genauso aufmerksam auf den Boden wie der Hund seine Nase.

Bei unserem Besuch nach 15 Uhr war es hier fast vollständig ruhig – die meisten Ausflügler waren offenbar bereits weitergezogen.

Für Hunde gibt es auf den großzügigen Wegen viel zu erkunden. An nahezu jedem Baum wartet ein neuer Geruch, während umgestürzte Stämme unterwegs für zusätzliche Abwechslung sorgen. Der weiche Waldboden macht die Runde außerdem sehr angenehm zu laufen.

Unser Fazit zum Achatweg

Uns hat der Achatweg sehr gefallen. Bei der Erkundung der geschichtlich und geologisch interessanten Landschaft kam für keinen von uns Langeweile auf.

Die abwechslungsreichen Waldwege und die besondere Geschichte rund um Achate und Porphyr machen diesen Spaziergang zu etwas Besonderem.

Wer gerne mit seinem Hund entspannt unterwegs ist und dabei immer wieder Neues entdecken möchte, findet hier eine abwechslungsreiche, aber nicht zu lange Runde.

Tipps & Infos für euren Spaziergang am Achatweg

  • Adresse (der Startpunkt ist nicht weit vom Parkplatz entfernt):
    Wanderparkplatz Höhenhäuser, Hallen 22,
    77978 Schuttertal (Auf Google Maps öffnen ↗)
  • Am Morgen und am späteren Nachmittag ist häufig weniger los; bei unserem Besuch nach 15 Uhr war es sehr ruhig
  • Grundsätzlich ganzjährig begehbar; bei Schnee, Eis oder starkem Regen sollte der Zustand der Wege vorher geprüft werden
  • Eine Schleppleine bietet Bewegungsfreiheit, ohne die Schutzregeln des Naturschutzgebiets zu missachten

Wissenswertes zur Umgebung des Achatwegs

  1. Nur knapp 300 Meter entfernt befindet sich das Schwarzwaldstüble (Auf Google Maps öffnen ↗) – die Rezensionen hierzu sind durchweg gut für einen Kaffee mit Schwarzwälder Kirschtorte oder für den großen Hunger ein passendes Schnitzel
  2. Noch näher dran ist das Höhengasthaus zum Kreuz (Auf Google Maps öffnen ↗). Wer von weiter weg kommt, findet hier ebenfalls eine Möglichkeit zum Übernachten. Auch hier lesen sich die Erfahrungen zum Essen sehr gut. Dort gibt es badische Küche & Kuchen. Die aktuellen Öffnungszeiten solltet ihr vor dem Besuch prüfen.
  3. Im Bergdorfhaus Schweighausen befindet sich eine kleine Ausstellung zum besonderen Geisberg-Achat.
  4. Rund drei Kilometer entfernt liegt die Wallfahrtskirche Oberbiederbach (Auf Google Maps öffnen ↗).
  5. Rund um Höhenhäuser beginnen weitere Rad- und Wanderwege. Bei einer neuen Strecke sollte vorher geprüft werden, ob sie mit Hund geeignet ist und durch ein Schutzgebiet führt.

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