Die Idee hinter dem Rezept
Wir lieben die asiatische Küche! Besonders diese weichen, leicht elastischen Reiskuchen.
Bis die Konsistenz stimmte und das abschließende Garen der Reiskuchen wirklich zum Erfolgserlebnis wurde, brauchte es allerdings einige Anläufe.
Wir sind also ganz stolz, euch hier eine einfache und schnelle Variante vorstellen zu können, die wirklich zuverlässig funktioniert und sich obendrein auch gut vorbereiten lässt.
Für unsere Schwarzwald-Version kombinieren wir die klassischen Reiskuchen mit Kirschen, Schokoraspeln, Eis und einem Hauch Fichtensirup.
Neben Zutaten, die dem Schwarzwald optisch oder geschmacklich nahe stehen, ist das Zusammenspiel aller Bestandteile der Clou bei diesem Dessert.
Crunchy Schokoraspeln treffen auf ein samtiges Gummibärchen-Feeling und dabei schmeckt man gleichzeitig warm – kalt – süß – sauer – herb.
Alles auf einem Löffel.
An einer deftigen Variante, bei der wir die Tteok gerne anbraten möchten, arbeiten wir aktuell noch.
→ Weitere Rezepte zwischen Schwarzwald-Küche und internationalen Einflüssen findest du hier.
Wissenswertes zum Rezept
Tteok sind traditionelle koreanische Reiskuchen, die aus Klebreismehl hergestellt werden. Ihre besondere, elastische Konsistenz erinnert einen im ersten Moment an weiche Gummibärchen und ist deshalb auch vielleicht nicht jedermanns Sache.
In süßen wie auch in herzhaften Gerichten sind sie ein fester Bestandteil der koreanischen Küche.
Je nach Form und Zubereitung gibt es viele Varianten: von kleinen, runden Stücken bis hin zu länglichen Reiskuchen, die vor allem für Suppen oder gebratene Gerichte verwendet werden.
In gut sortierten Asia-Läden findet man Tteok oft tiefgefroren oder frisch gekühlt in unterschiedlichen Formen und Größen, teilweise auch in größeren Packungen. Besonders praktisch sind die Instant-Produkte, bei denen die Tteok direkt mit Suppen oder Saucen kombiniert werden und nur mit kochendem Wasser aufgefüllt werden müssen. Diese sind zwar nicht weniger lecker, aber vergleichsweise teuer.
Gerade deshalb lohnt es sich, die Reiskuchen selbst zuzubereiten. Mit wenigen Zutaten und etwas Übung gelingen Geschmack und Konsistenz sehr gut und man hat deutlich mehr Kontrolle darüber, was wirklich im Gericht enthalten ist.
Falls du Tteok bisher noch nicht kennst, empfehlen wir dir zuerst unseren Tteok-Guide. Dort erklären wir Unterschiede, Zubereitungsarten und die Grundlagen der koreanischen Reiskuchen.
Zutaten für 6 Portionen
Für den Teig
Für den Teig werden heißes Wasser und Klebreismehl (glutinous rice flour) verwendet. Nur so verbinden sich die beiden Komponenten optimal und es entsteht die typische elastische Konsistenz von Tteok. Matcha sorgt für die grüne Farbe und verleiht dem Dessert gleichzeitig eine leicht herbe Note.
- 130 g Glutinous-Reismehl (1 Cup)
- 2 Prisen Salz
- 120 ml heißes Wasser (0,5 Cup – so heiß wie möglich)
- 0,5 TL Matcha
Beilagen und Toppings
Die Tteok selbst sind eher neutral und durch den Matcha leicht herb im Geschmack. Deshalb lebt dieses Dessert von den passend abgestimmten Beilagen. Eine gute Kombination sorgt hierbei fast schon für einen Umami-Effekt.
Wir haben unsere Tteok mit selbstgemachtem Tonka-Eis serviert. Alternativ passt auch ein klassisches Vanilleeis sehr gut. Die cremige, leicht süße Komponente gleicht die herbe Note des Matchas aus.
Abgerundet wird das Dessert durch frische Kirschen, Fichtensirup und feine Schokoraspeln, die geschmacklich an den Schwarzwald erinnern.
- 6 Kugeln Eis
- eine Handvoll Kirschen
- Schokoraspeln
- Fichtensirup
Zutaten-Alternativen
Bei diesem Rezept gibt es bei den Grundzutaten nur wenig Spielraum. Gerade für die typische Konsistenz der Tteok ist die richtige Auswahl entscheidend.
Für die Reiskuchen wird Klebreismehl (glutinous rice flour) benötigt.
Normales Reismehl eignet sich hier nicht, da es keine elastische Struktur entwickelt und die Tteok dadurch brüchig werden.
Matcha sorgt in diesem Rezept für die grüne Farbe und eine leicht herbe Note.
Wer Matcha nicht mag, kann es einfach weglassen. Die Tteok bleiben dann geschmacklich neutral, verlieren aber den visuellen Bezug zum Schwarzwald-Thema.
Fichtensirup verleiht dem Dessert eine leicht säuerliche Note.
Falls er nicht verfügbar ist, kann er durch einen milden Honig ersetzt werden. Das Ergebnis verändert sich dadurch geschmacklich, bleibt aber stimmig.
Utensilien
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- Rührschüssel mit zweigeteiltem Deckel und Ausgießer
- Gusseisen-Kochtopf – passt auf jeden Herd und hält eigentlich für immer
- Silikonspatel meine erste Wahl für das Mischen der Zutaten bei einem Teig – danach wird von Hand geknetet
- Schaumkelle um die fertigen Tteoks (oder auch andere selbstgemachte Nudeln) aus dem kochenden Wasser zu fischen
Tipps für die Zubereitung
Die Zubereitung von Tteok ist einfach, wenn ein paar grundlegende Dinge beachtet werden. Hier ein paar Tipps, wie sie dir zuverlässig gelingen.
- Unbedingt Klebreismehl (glutinous rice flour) verwenden.
- Nur mit wirklich heißem Wasser entwickelt der Teig seine typische elastische Struktur – Gummihandschuhe können beim Kneten etwas Abhilfe schaffen
- Matcha sparsam dosieren, sonst wird er zu dominant im Geschmack
Wenn du tiefer einsteigen möchtest, findest du hier alle Grundlagen zu Mehlarten, Konsistenz und Zubereitung von Tteok: → Tteok richtig zubereiten – Grundlagen & Techniken
Zubereitung (Step-by-step)
1. Teig vorbereiten
Klebreismehl, Matcha und Salz in einer Schüssel vermischen.
Anschließend das heiße Wasser nach und nach dazugeben und alles mit einem Teigschaber verrühren. Sobald die Masse etwas abgekühlt ist, mit den Händen zu einem glatten, weichen, ovalförmigen Teig verkneten. Das geht ziemlich schnell, maximal 1–3 Minuten, sonst überknetet man diesen.
👉 Tipp: Der Teig sollte weich sein, aber nicht auseinanderlaufen. Seine Konsistenz erinnert etwas an feste Knetmasse.

2. Tteok formen

Den Teig mit einem Messer in gleichmäßige Portionen teilen und daraus mit der Handfläche gleichmäßige Rollen formen.


Sobald sie einen Durchmesser von ca. 1 cm haben, wieder portionieren. Je nach gewünschter Optik kannst du kleine Kugeln, ovale Stücke oder kurze Rollen daraus machen.

Für unser Rezept haben wir uns für kleinere Formen entschieden, damit sie sich später gut anrichten lassen und perfekt auf einen Teelöffel passen.
3. Tteok kochen
Das Prinzip ist hier so einfach wie bei allen anderen selbstgemachten Nudeln auch:
Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Die geformten Tteok vorsichtig hineingeben und bei mittlerer Hitze garen.
Je nach Größe steigen sie nach 1,5 bis 3 Minuten nach oben und sind fertig.
Danach direkt mit einer Schaumkelle herausnehmen und in ein Nudelsieb geben. Kurz mit Wasser durchspülen, damit sie nicht zusammenkleben.
Anschließend gut abtropfen lassen.

4. Dessert vorbereiten
Während die Tteok abtropfen, die frischen Kirschen waschen.
Das Eis schon einmal portionieren und die Schokoraspeln bereitstellen. Falls du Fichtensirup verwendest, diesen ebenfalls bereithalten.
5. Anrichten
Die noch leicht warmen Tteok auf Tellern oder in kleinen Schalen anrichten.
Mit den Kirschen, Schokoraspeln und einer Kugel Eis servieren. Zum Schluss mit etwas Fichtensirup verfeinern.

SCHLECKERMÄULCHEN-TIPP VON MIA
„Der leicht herbe Geschmack vom Matcha ist vielleicht nicht für jeden etwas. Da kann man den Matcha auch einfach weglassen. Mir hat’s aber mit viel Eis und Schokoraspeln richtig gut geschmeckt."
Varianten und Ergänzungen
Dieses Dessert lässt sich leicht anpassen, je nachdem, ob du es lieber süß, fruchtig oder intensiv haben möchtest. Die Basis bleibt dabei bewusst einfach, sodass sich die einzelnen Komponenten gut variieren oder ergänzen lassen.
Wenn du Lust auf weitere kreative Schwarzwald-Rezepte hast, schau dir auch unser Bärlauch-Fladenbrot an. Regionaler Bärlauch trifft dort auf einfache, alltagstaugliche Küche.
Varianten
Hier verändert sich das Grundrezept selbst.
- Ohne Matcha (klassische Tteok)
Die Tteok bleiben weiß und geschmacksneutral – so werden sie traditionell zubereitet und können dann süß oder deftig weiterverwendet werden - Mit Kakaopulver statt Matcha
Für eine schokoladigere Variante mit dunkler Farbe und kräftigem Aroma - Mit Fruchtpüree im Teig
Ein kleiner Anteil Himbeer- oder Erdbeerpüree sorgt für eine leichte Färbung und eine fruchtige Note (hierbei muss aber der Wasser- und Mehlanteil angepasst werden)
Ergänzungen
Hier bleibt das Rezept gleich, wird aber um passende Zutaten erweitert.
- Geröstete Nüsse (z. B. Mandeln oder Haselnüsse)
Bringen noch mehr Crunch und einen warmen, nussigen Geschmack - Kokosraspeln oder Kokoschips
Geben dem Dessert eine leicht exotische Note - Fruchtige Sauce statt Schokolade
Zum Beispiel aus pürierten Beeren – etwas leichter und frischer - Zusätzlicher Sirup (z. B. Honig oder Ahornsirup)
Verstärkt die Süße und sorgt für mehr Tiefe im Geschmack - Joghurt statt Eiscreme
Hat man immer zuhause und macht das Dessert leichter und gesünder
FAQ
Kann ich Tteok auch dämpfen statt kochen?
Ja, Tteok können auch gedämpft werden. Dafür die geformten Stücke in einen Dämpfeinsatz oder Bambuskorb legen und einige Minuten garen, bis sie weich und elastisch sind.
Wir haben beide Varianten probiert, das beste Ergebnis und den wenigsten Aufwand hatten wir aber mit dem kochenden Wasser.
Einen ausführlichen Vergleich der Zubereitungsarten und praktische Hinweise findest du hier: → Tteok dämpfen, kochen oder braten – die wichtigsten Unterschiede
Kann ich Tteok einfrieren?
Ja, Tteok lassen sich gut einfrieren. Am besten nach dem Garen einzeln vorfrieren und danach luftdicht verpacken.
Zum Verzehr direkt aus dem Gefrierfach in kochendes Wasser geben. Am besten schmecken sie jedoch frisch zubereitet, da sie beim Lagern etwas fester werden.
Kann ich auch normales Reismehl verwenden?
Nein, für Tteok wird Klebreismehl (glutinous rice flour) benötigt.
Normales Reismehl hat nicht die gleichen Eigenschaften und führt zu einer bröseligen statt elastischen Konsistenz. Es besteht allerdings die Möglichkeit, auf Mehlmischungen zurückzugreifen. Mit diesen erreicht man beispielsweise eine bessere Konsistenz, sodass die Tteok anschließend angebraten werden können.
Wie sich Konsistenz, Zubereitung und Textur von Tteok beeinflussen lassen, haben wir hier im Detail erklärt: → Tteok richtig zubereiten – Grundlagen & Techniken
Sind Tteok dasselbe wie Mochi?
Nein, Tteok und Mochi sind nicht dasselbe, auch wenn sie sich auf den ersten Blick und beim ersten Bissen ähneln.
Obwohl beide auf Klebreis basieren, unterscheiden sie sich in Zubereitung, Textur und Verwendung.
Tteok stammen aus der koreanischen Küche, werden meist aus Klebreismehl hergestellt und sind in der Regel gekocht oder gedämpft. Sie werden in verschiedenen Formen serviert – sowohl süß als auch herzhaft. Sie haben einen festeren Biss und kleben nicht so sehr.
Mochi kommen aus Japan und haben eine eher dehnbare und klebrige Konsistenz. Ihre Basis ist Klebreis, der nach dem Dämpfen so lange gestampft bzw. geknetet wird, bis daraus ein zäher Teig entsteht. Sie werden häufig mit einer süßen Füllung, zum Beispiel aus Bohnenpaste oder Eis, angeboten.